Abfahrkontrolle: Das Prüfer-Nachschlagewerk
Wasser (Scheibenwaschanlage & Kühlung)
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Frage: Wie kontrollieren oder überprüfen Sie das Scheibenwischwasser?
Kontrolle: Da man den Füllstand bei unseren Fahrzeugen von außen nicht direkt im Behälter sehen kann, erfolgt die Kontrolle durch das Ausprobieren (Betätigen der Scheibenwaschanlage im Innenraum). Kommt kein Wasser oder ist der Strahl zu schwach, muss nachgefüllt werden.
Vorgehensweise: Den Behälter findest du vorne unter der Motorhaube. Er ist meist an einem blauen Deckel mit einem Spritzsymbol erkennbar. Einfach den Deckel öffnen und Wasser (ggf. mit Reinigungsmittel) nachfüllen.
Wichtig: Im Winter muss unbedingt Frostschutz beigemischt werden, damit das System nicht einfriert und die Pumpe keinen Schaden nimmt.
Vorgehensweise: Den Behälter findest du vorne unter der Motorhaube. Er ist meist an einem blauen Deckel mit einem Spritzsymbol erkennbar. Einfach den Deckel öffnen und Wasser (ggf. mit Reinigungsmittel) nachfüllen.
Wichtig: Im Winter muss unbedingt Frostschutz beigemischt werden, damit das System nicht einfriert und die Pumpe keinen Schaden nimmt.
Frage: Wie überprüfen Sie den Stand des Kühlmittels?
Kontrolle: Wir nutzen unter der Motorhaube den durchsichtigen Ausgleichsbehälter. An der Außenseite dieses Behälters befinden sich die Markierungen für MIN (Minimum) und MAX (Maximum). Der Stand der Flüssigkeit muss sich genau zwischen diesen beiden Markierungen befinden.
Frostschutz: Auch das Kühlwasser enthält Frostschutz, der im Winter das Einfrieren und im Sommer das Überhitzen sowie Rost im Motor verhindert.
Sicherheitshinweis: Den Behälter niemals bei heißem Motor öffnen! Das System steht unter hohem Druck, und es besteht schwere Verbrühungsgefahr.
Frostschutz: Auch das Kühlwasser enthält Frostschutz, der im Winter das Einfrieren und im Sommer das Überhitzen sowie Rost im Motor verhindert.
Sicherheitshinweis: Den Behälter niemals bei heißem Motor öffnen! Das System steht unter hohem Druck, und es besteht schwere Verbrühungsgefahr.
Öl (Motoröl)
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Frage: Wie kontrollieren Sie den Stand des Motoröls?
Voraussetzung: Das Auto muss waagerecht stehen und der Motor sollte einige Minuten aus sein, damit das Öl in die Ölwanne zurücklaufen kann.
Der richtige Ablauf am Ölmessstab:
Alternative: Bei vielen modernen Autos kann man den Stand auch im Bordcomputer über das Menü „Fahrzeugstatus“ abfragen.
Der richtige Ablauf am Ölmessstab:
- Motorhaube öffnen und den Ölmessstab (meist ein farbiger Griff) herausziehen.
- Den Stab mit einem sauberen Tuch komplett abwischen, damit er trocken ist.
- Den sauberen Stab wieder bis zum Anschlag in die Öffnung stecken.
- Den Stab ein zweites Mal herausziehen und erst jetzt den Füllstand ablesen.
Alternative: Bei vielen modernen Autos kann man den Stand auch im Bordcomputer über das Menü „Fahrzeugstatus“ abfragen.
Luft (Reifen & Räder)
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Einstiegsfrage: Was kontrollieren Sie am Reifen?
Wenn der Prüfer fragt, nennst du diese drei Punkte:
1. Die Profiltiefe
2. Den Reifendruck
3. Den Zustand (Beschädigungen)
1. Die Profiltiefe
2. Den Reifendruck
3. Den Zustand (Beschädigungen)
Frage: Wie kontrollieren Sie die Profiltiefe und was gilt für Winterreifen?
Profiltiefe: Gesetzlich mindestens 1,6 mm. Empfohlen werden für Sommerreifen 3 mm und für Winterreifen 4 mm.
Kontrolle: Am TWI (Stege zwischen den Profilblöcken). Ist das Profil höher als der Steg (Kante spürbar), ist es okay.
Winterreifenpflicht: Es gibt keine feste Temperatur (wie 7°C), sondern die situative Winterreifenpflicht. Das heißt, bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte müssen Winterreifen aufgezogen sein.
Kennzeichnung: Winterreifen müssen das Alpine-Symbol (Berg-Piktogramm mit Schneeflocke) tragen. Das alte M+S-Zeichen allein reicht nicht mehr aus.
Kontrolle: Am TWI (Stege zwischen den Profilblöcken). Ist das Profil höher als der Steg (Kante spürbar), ist es okay.
Winterreifenpflicht: Es gibt keine feste Temperatur (wie 7°C), sondern die situative Winterreifenpflicht. Das heißt, bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte müssen Winterreifen aufgezogen sein.
Kennzeichnung: Winterreifen müssen das Alpine-Symbol (Berg-Piktogramm mit Schneeflocke) tragen. Das alte M+S-Zeichen allein reicht nicht mehr aus.
Frage: Wie prüfen Sie den Reifendruck?
Am kalten Reifen mit einem Manometer am Ventil. Die richtigen Werte finden wir in der Bedienungsanleitung, am Türholm oder im Tankdeckel. Bei voller Beladung muss der Druck erhöht werden. Das Reserverad erhält ca. 0,5 bar mehr als den höchsten angegebenen Wert.
Frage: Wie kontrollieren Sie den Zustand (Beschädigungen)?
Sichtprüfung auf:
- Fremdkörper: (Nägel, Steine) im Profil.
- Risse/Schnitte: Verletzungen an der Reifenflanke.
- Beulen: Hinweis auf Gewebebruch im Reifenunterbau.
- Felgen: Beschädigungen oder Verformungen durch Bordsteinkontakt.
Kraftstoff & Energie
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Frage: Wie kontrollieren Sie den Kraftstoff- oder Energievorrat?
Vorgehensweise: Zündung einschalten und die Anzeige im Cockpit (Kombiinstrument) ablesen.
Je nach Fahrzeugtyp gibt es unterschiedliche Anzeigen:
Je nach Fahrzeugtyp gibt es unterschiedliche Anzeigen:
- Verbrenner (Benzin/Diesel): Tankanzeige mit dem Zapfsäulen-Symbol.
- Elektrofahrzeug (Strom): Batterie-Symbol oder Prozentanzeige (SoC – State of Charge) sowie die Restreichweite in Kilometern.
- Gasfahrzeuge (LPG/CNG): Oft eine separate LED-Anzeige oder ein Umschalter im Cockpit, der den Füllstand der Gastanks anzeigt.
Frage: Welche Kraftstoff- oder Energiearten gibt es und worauf achten Sie?
Man muss genau wissen, what das Fahrzeug benötigt:
- Flüssigkraftstoffe: Diesel oder Benzin (E5, E10, Super Plus).
- Gas: LPG oder CNG.
- Strom: Laden (AC/DC).
- AdBlue: Bei Dieselfahrzeugen diesen Harnstoff kontrollieren (eigene Anzeige).
Elektrik (Beleuchtung & Warnsignale)
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Einstiegsfrage: Was kontrollieren Sie an der Beleuchtung?
Man unterscheidet zwischen vorne und hinten:
Vorne (6 Dinge): 1. Tagfahrlicht, 2. Standlicht, 3. Abblendlicht, 4. Fernlicht, 5. Blinker, 6. Warnblinker.
Hinten (5 Dinge): 1. Schlussleuchten (mit Kennzeichenbeleuchtung), 2. Bremsleuchten, 3. Rückstrahler (Reflektoren), 4. Nebelschlussleuchte, 5. Rückfahrscheinwerfer.
Vorne (6 Dinge): 1. Tagfahrlicht, 2. Standlicht, 3. Abblendlicht, 4. Fernlicht, 5. Blinker, 6. Warnblinker.
Hinten (5 Dinge): 1. Schlussleuchten (mit Kennzeichenbeleuchtung), 2. Bremsleuchten, 3. Rückstrahler (Reflektoren), 4. Nebelschlussleuchte, 5. Rückfahrscheinwerfer.
Detail: Die 6 Lichter vorne kontrollieren
- 1. Tagfahrlicht: Zündung einschalten. Das Licht brennt bei modernen Autos automatisch vorne, sobald die Zündung an ist.
- 2. Standlicht: Lichtschalter auf die erste Stufe drehen. Das funktioniert auch ohne Zündung.
- 3. Abblendlicht: Große Zündung an, Lichtschalter auf Stufe 2. Kontrolle: grüne Kontrollleuchte im Display.
- 4. Fernlicht: Wichtig: Zuerst die große Zündung an, dann das Abblendlicht einschalten. Erst jetzt den Hebel nach vorne drücken. Kontrolle: blaue Kontrollleuchte im Display.
- 5. Blinker: Zündung an, Hebel betätigen. Kontrolle durch das rhythmische Klicken und die grünen Pfeile im Display.
- 6. Warnblinker: Den roten Dreiecksknopf drücken. Das funktioniert immer, auch ohne Zündung.
Detail: Die 5 Lichter hinten kontrollieren
- 1. Schlussleuchten & Kennzeichenlicht: Zündung und Abblendlicht einschalten. Aussteigen und hinten prüfen, ob beide roten Leuchten und die Kennzeichenleuchten brennen.
- 2. Bremsleuchten: Hilfe anfordern (Prüfer/Fahrlehrer tritt auf die Bremse) oder Spiegelung nutzen. Alle 3 Leuchten müssen funktionieren.
- 3. Rückstrahler (Reflektoren): Die roten Reflektoren hinten am Fahrzeug zeigen (sie reflektieren fremdes Licht).
- 4. Nebelschlussleuchte: Zündung und Abblendlicht an, Schalter ziehen/drücken. Kontrolle: gelbe Kontrollleuchte.
- 5. Rückfahrscheinwerfer: Zündung an, Rückwärtsgang einlegen (Motor bleibt aus!). Dann prüfen, ob die weißen Scheinwerfer hinten leuchten.
Zusatzfrage: Wann schalten Sie den Warnblinker ein? (PAUSE-Formel für PKW)
Merke dir P-A-U-SE für den PKW:
- P – Panne
- A – Abschleppen (an beiden Fahrzeugen!)
- U – Unfallstelle absichern
- SE – Stau-Ende
Notfallset (Mitzuführende Gegenstände)
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Frage: Welche drei Gegenstände müssen Sie im Fahrzeug mitführen?
1. Warndreieck (muss funktionstüchtig sein).
2. Verbandkasten (wichtig: ohne „S“!).
3. Warnweste (mit Kontrollzeichen EN 471).
2. Verbandkasten (wichtig: ohne „S“!).
3. Warnweste (mit Kontrollzeichen EN 471).
Frage: Worauf achten Sie beim Verbandkasten?
- Ablaufdatum: Ich kontrolliere regelmäßig das Verfallsdatum. Abgelaufene Inhalte müssen ersetzt werden, da die Sterilität der Kompressen nicht mehr garantiert ist.
- Zustand: Er sollte originalverschlossen und sauber gelagert sein.
- DIN-Norm: Er muss der aktuellen Norm (DIN 13164) entsprechen (inkl. Masken, falls aktuell vorgeschrieben).
Frage: Wo sollte die Warnweste liegen und was ist beim Warndreieck wichtig?
Warnweste: Sie muss griffbereit sein (z.B. im Seitenfach der Tür oder unter dem Sitz). Es nützt nichts, wenn sie im Kofferraum unter dem Gepäck liegt, da ich sie bereits anziehen muss, bevor ich das Fahrzeug im Notfall verlasse.
Warndreieck: Ich muss wissen, wie man es aufbaut und wo es verstaut ist. Im Ernstfall muss es zügig aufgestellt werden (Stadt: 50m / Land: 100m / Autobahn: 150-200m).
Warndreieck: Ich muss wissen, wie man es aufbaut und wo es verstaut ist. Im Ernstfall muss es zügig aufgestellt werden (Stadt: 50m / Land: 100m / Autobahn: 150-200m).
Bremsen (Standbremsproben)
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Frage: Wie führen Sie die Standbremsprobe der Betriebsbremse (Fußbremse) durch?
Vorgehensweise: Ich trete kräftig auf das Bremspedal.
Dabei achte ich auf folgende drei Dinge:
Dabei achte ich auf folgende drei Dinge:
- Weg: Das Pedal darf sich nicht bis zum Bodenblech durchtreten lassen. Nach ca. 1/3 des Weges muss ein fester Widerstand spürbar sein.
- Widerstand: Das Pedal darf nicht „nachfedern“ oder schwammig sein (Hinweis auf Luft im System).
- Dichtigkeit: Wenn ich den Druck halte, darf das Pedal nicht langsam weiter nachgeben (Hinweis auf Undichtigkeit).
Frage: Wie kontrollieren Sie die Feststellbremse (Handbremse)?
Hier gibt es zwei Möglichkeiten der Überprüfung:
1. Mechanische Prüfung: Ich ziehe die Handbremse fest an. Dabei muss ein deutlicher Widerstand (Zahnung) spürbar sein. Sie darf sich nicht „bis zum Anschlag“ ohne Widerstand hochziehen lassen.
2. Wirkungsprüfung: Ich versuche mit angezogener Feststellbremse im ersten Gang vorsichtig anzufahren. Das Fahrzeug darf nicht losrollen, sondern muss „in die Knie“ gehen bzw. der Motor würde absterben.
Hinweis bei elektrischer Parkbremse: Hier achte ich auf das rote Symbol (P) im Display und das hörbare Stellgeräusch der Motoren.
1. Mechanische Prüfung: Ich ziehe die Handbremse fest an. Dabei muss ein deutlicher Widerstand (Zahnung) spürbar sein. Sie darf sich nicht „bis zum Anschlag“ ohne Widerstand hochziehen lassen.
2. Wirkungsprüfung: Ich versuche mit angezogener Feststellbremse im ersten Gang vorsichtig anzufahren. Das Fahrzeug darf nicht losrollen, sondern muss „in die Knie“ gehen bzw. der Motor würde absterben.
Hinweis bei elektrischer Parkbremse: Hier achte ich auf das rote Symbol (P) im Display und das hörbare Stellgeräusch der Motoren.
Zusatzfrage: Wo kontrollieren Sie den Stand der Bremsflüssigkeit?
Unter der Motorhaube am Bremsflüssigkeitsbehälter. Der Stand muss zwischen MIN und MAX liegen.
Wichtig: Da die Bremsflüssigkeit hygroskopisch ist (zieht Wasser), muss sie regelmäßig (meist alle 2 Jahre) gewechselt werden.
Wichtig: Da die Bremsflüssigkeit hygroskopisch ist (zieht Wasser), muss sie regelmäßig (meist alle 2 Jahre) gewechselt werden.
Reifen
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Einstiegsfrage: Was kontrollieren Sie am Reifen?
Wenn der Prüfer fragt, nennst du diese vier Punkte:
1. Die Profiltiefe
2. Den Reifendruck
3. Den Zustand (Beschädigungen)
4. Dass der Reifen „rund“ ist (die Kontur)
1. Die Profiltiefe
2. Den Reifendruck
3. Den Zustand (Beschädigungen)
4. Dass der Reifen „rund“ ist (die Kontur)
Frage: Wie kontrollieren Sie die Profiltiefe?
Gesetzlich: Mindestens 1,6 mm.
Kontrolle über TWI: Wir suchen die Markierung TWI (Tread Wear Indicator) an der Reifenflanke und schauen uns den Steg im Profil an.
Wichtiger Hinweis: Da wir oft englische/internationale Reifen nutzen, zeigt der TWI-Steg manchmal nur 0,8 mm oder 1,0 mm an. Da die gesetzliche Grenze aber 1,6 mm ist, reicht es nicht, wenn der Reifen gerade so am TWI ist. Faustregel: Wir brauchen mindestens die doppelte TWI-Höhe, um sicherzugehen, dass wir über 1,6 mm liegen.
Kontrolle über TWI: Wir suchen die Markierung TWI (Tread Wear Indicator) an der Reifenflanke und schauen uns den Steg im Profil an.
Wichtiger Hinweis: Da wir oft englische/internationale Reifen nutzen, zeigt der TWI-Steg manchmal nur 0,8 mm oder 1,0 mm an. Da die gesetzliche Grenze aber 1,6 mm ist, reicht es nicht, wenn der Reifen gerade so am TWI ist. Faustregel: Wir brauchen mindestens die doppelte TWI-Höhe, um sicherzugehen, dass wir über 1,6 mm liegen.
Frage: Wie prüfen Sie den Luftdruck?
Am kalten Reifen mit einem Manometer am Ventil. Die richtigen Werte finden wir im Bordbuch oder auf dem Aufkleber an der Schwinge. Bei Fahrten mit Sozius oder Gepäck muss der Druck erhöht werden.
Frage: Wie kontrollieren Sie den Zustand auf Beschädigungen?
Sichtprüfung auf Fremdkörper (Nägel, Schrauben), Risse in den Flanken oder Schnitte im Gummi.
Frage: Warum muss der Reifen „rund“ sein? (Blick von vorne/hinten)
Ein Motorradreifen hat eine gewölbte Form, damit man Schräglage fahren kann. Viele Fahrer nutzen den Reifen aber nur in der Mitte ab (Geradeausfahrt), wodurch er dort flach wird.
Die Gefahr: Es entsteht eine sogenannte Kippkante. Wenn man sich dann in die Kurve legt, „fällt“ das Motorrad plötzlich über diese Kante ab. Deshalb prüfen wir durch Sichtprüfung von vorne oder hinten, ob die Kontur noch gleichmäßig gewölbt („rund“) ist oder ob der Reifen bereits eckig gefahren wurde.
Die Gefahr: Es entsteht eine sogenannte Kippkante. Wenn man sich dann in die Kurve legt, „fällt“ das Motorrad plötzlich über diese Kante ab. Deshalb prüfen wir durch Sichtprüfung von vorne oder hinten, ob die Kontur noch gleichmäßig gewölbt („rund“) ist oder ob der Reifen bereits eckig gefahren wurde.
Flüssigkeiten & Kraftstoff
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Frage: Wie kontrollieren Sie Kühlwasser, Öl und Bremsflüssigkeit?
Kühlwasser: Sichtprüfung am Ausgleichsbehälter. (Hinweis: Bei Modellen wie der Kawasaki oft schwer zu finden/einzusehen).
Motoröl: Kontrolle über das Sichtglas oder den Peilstab. Die Maschine muss dabei unbedingt waagerecht stehen (nicht auf dem Seitenständer).
Bremsflüssigkeit: Muss an zwei Stellen kontrolliert werden (separater Behälter für die Vorderbremse am Lenker und für die Hinterbremse meist seitlich am Rahmen).
Kraftstoff: Kontrolle über die Tankanzeige im Cockpit oder die Warnleuchte.
Motoröl: Kontrolle über das Sichtglas oder den Peilstab. Die Maschine muss dabei unbedingt waagerecht stehen (nicht auf dem Seitenständer).
Bremsflüssigkeit: Muss an zwei Stellen kontrolliert werden (separater Behälter für die Vorderbremse am Lenker und für die Hinterbremse meist seitlich am Rahmen).
Kraftstoff: Kontrolle über die Tankanzeige im Cockpit oder die Warnleuchte.
Antrieb (Kette, Riemen, Kardan)
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Einstiegsfrage: Welche Antriebsarten gibt es beim Motorrad?
Es gibt drei gängige Arten:
1. Kette (am häufigsten)
2. Zahnriemen
3. Kardanwelle
1. Kette (am häufigsten)
2. Zahnriemen
3. Kardanwelle
Frage: Was kontrollieren Sie bei der Kette?
– Durchhang: Die Kette darf nicht zu stramm und nicht zu locker sein (meist 2-3 cm Spiel an der lockersten Stelle).
– Schmierung & Sauberkeit: Die Kette muss immer gut gefettet und frei von grobem Schmutz sein.
– Verschleiß (Ritzel & Kettenrad): Wir prüfen die Zähne. Sie dürfen keine „Haifischzähne“ bilden. Die Spitzen dürfen nicht spitz zulaufen, sondern müssen oben abgeflacht sein. Sind sie spitz, bricht der Zahn bald aus.
– Schmierung & Sauberkeit: Die Kette muss immer gut gefettet und frei von grobem Schmutz sein.
– Verschleiß (Ritzel & Kettenrad): Wir prüfen die Zähne. Sie dürfen keine „Haifischzähne“ bilden. Die Spitzen dürfen nicht spitz zulaufen, sondern müssen oben abgeflacht sein. Sind sie spitz, bricht der Zahn bald aus.
Frage: Was kontrollieren Sie beim Zahnriemen?
– Zustand: Sichtprüfung auf Risse, ausgebrochene Zähne oder eingedrungene Steinchen.
– Spannung: Auch der Riemen darf nicht zu locker sitzen (Prüfung oft durch Verdrehen des Riemens nach Herstellervorgabe).
– Spannung: Auch der Riemen darf nicht zu locker sitzen (Prüfung oft durch Verdrehen des Riemens nach Herstellervorgabe).
Frage: Was kontrollieren Sie beim Kardanantrieb?
– Dichtigkeit: Wir prüfen am Endantrieb (beim Hinterrad), ob Öl austritt. Das System ist wartungsarm, muss aber absolut trocken sein.
Licht & Warnsignale
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Einstiegsfrage: Wie prüfen Sie die Beleuchtung vorne (Die 3,5-Regel)?
Vorne prüfen wir 3 ganze Lichter und ein „halbes“:
1. Standlicht
2. Tagfahrlicht / Abblendlicht
3. Fernlicht (hierbei auch die blaue Kontrolleuchte im Cockpit prüfen)
0,5. Lichthupe (das „halbe“ Licht)
1. Standlicht
2. Tagfahrlicht / Abblendlicht
3. Fernlicht (hierbei auch die blaue Kontrolleuchte im Cockpit prüfen)
0,5. Lichthupe (das „halbe“ Licht)
Frage: Wie prüfen Sie die Beleuchtung hinten (Die 3,5-Regel)?
Hinten prüfen wir ebenfalls 3 ganze Punkte und ein „halbes“:
1. Schlussleuchte (Rücklicht)
2. Bremslicht: Wichtig – dieses muss 2x betätigt werden (einmal über den Handbremshebel und einmal über den Fußbremshebel).
3. Kennzeichenbeleuchtung
0,5. Reflektor (der Rückstrahler – das „halbe“ Licht, da er nicht selbst leuchtet)
1. Schlussleuchte (Rücklicht)
2. Bremslicht: Wichtig – dieses muss 2x betätigt werden (einmal über den Handbremshebel und einmal über den Fußbremshebel).
3. Kennzeichenbeleuchtung
0,5. Reflektor (der Rückstrahler – das „halbe“ Licht, da er nicht selbst leuchtet)
Frage: Wie ist der korrekte Ablauf bei der Blinkerprüfung?
Wir prüfen das Blinklicht systematisch (immer inklusive der Kontrolleuchten im Cockpit):
– Links (3 Kontrollen): Vorne, hinten und die Kontrolleuchte im Cockpit.
– Rechts (3 Kontrollen): Vorne, hinten und die Kontrolleuchte im Cockpit.
– Warnblinklicht (6 Kontrollen): Vorne (2x), hinten (2x) und die Kontrolleuchten im Cockpit (2x).
– Links (3 Kontrollen): Vorne, hinten und die Kontrolleuchte im Cockpit.
– Rechts (3 Kontrollen): Vorne, hinten und die Kontrolleuchte im Cockpit.
– Warnblinklicht (6 Kontrollen): Vorne (2x), hinten (2x) und die Kontrolleuchten im Cockpit (2x).
Frage: Was gehört noch zur elektrischen Prüfung?
– Hupe: Kurze Funktionsprüfung.
– Kill-Switch (Not-Aus): Er muss in der richtigen Stellung sein, damit die Maschine startet.
– Kill-Switch (Not-Aus): Er muss in der richtigen Stellung sein, damit die Maschine startet.
Bremsanlage (Das 5-Punkte-System)
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Einstiegsfrage: Was prüfen Sie an der Bremsanlage?
Wir folgen dem Weg vom Hebel bis zum Rad in fünf Schritten:
1. Funktionsprüfung (Druckpunkt/Rollen)
2. Bremslicht (Schalterprüfung)
3. Bremsflüssigkeit (Füllstände)
4. Bremsbeläge (Verschleiß)
5. Bremsscheibe (Zustand)
1. Funktionsprüfung (Druckpunkt/Rollen)
2. Bremslicht (Schalterprüfung)
3. Bremsflüssigkeit (Füllstände)
4. Bremsbeläge (Verschleiß)
5. Bremsscheibe (Zustand)
Punkt 1: Die Funktionsprüfung im Stand
Während wir auf der Maschine sitzen, schieben wir das Motorrad leicht vor:
– Vorderbremse: Hebel ziehen, das Motorrad muss sofort stoppen. Wir prüfen dabei den Druckpunkt (der Hebel darf sich nicht bis zum Griff durchziehen lassen).
– Fußbremse: Ebenfalls beim Rollen treten; die Bremse muss sofort greifen.
– Vorderbremse: Hebel ziehen, das Motorrad muss sofort stoppen. Wir prüfen dabei den Druckpunkt (der Hebel darf sich nicht bis zum Griff durchziehen lassen).
– Fußbremse: Ebenfalls beim Rollen treten; die Bremse muss sofort greifen.
Punkt 2: Das Bremslicht (Hand- und Fußschalter)
Wir prüfen, ob beide Schalter funktionieren, ohne uns zu verrenken:
– Vorderbremse: Die rechte Hand zieht den Hebel. Gleichzeitig halten wir die linke Hand als Reflektor hinter das Bremslicht. Wir ziehen 2x kurz und prüfen den Lichtschein in der Handfläche.
– Hinterbremse: Wir drücken mit der rechten Hand die Fußbremse nach unten. Die linke Hand bleibt wieder als Reflektor hinten am Licht – ebenfalls 2x prüfen.
– Vorderbremse: Die rechte Hand zieht den Hebel. Gleichzeitig halten wir die linke Hand als Reflektor hinter das Bremslicht. Wir ziehen 2x kurz und prüfen den Lichtschein in der Handfläche.
– Hinterbremse: Wir drücken mit der rechten Hand die Fußbremse nach unten. Die linke Hand bleibt wieder als Reflektor hinten am Licht – ebenfalls 2x prüfen.
Punkt 3: Die Bremsflüssigkeit
Das Motorrad muss für diese Prüfung waagerecht stehen:
Wir kontrollieren an beiden Behältern (am Lenker für vorne und meist seitlich am Rahmen für hinten), ob der Stand zwischen der MIN- und MAX-Markierung liegt.
Wir kontrollieren an beiden Behältern (am Lenker für vorne und meist seitlich am Rahmen für hinten), ob der Stand zwischen der MIN- und MAX-Markierung liegt.
Punkt 4: Die Bremsbeläge
Sichtprüfung direkt am Bremssattel:
Wir schauen von vorne (oder hinten) zwischen Bremsscheibe und Bremssattel. Man muss deutlich erkennen, dass noch Belagmaterial auf der Trägerplatte vorhanden ist. Die Beläge dürfen nicht bis auf das Metall abgenutzt sein.
Wir schauen von vorne (oder hinten) zwischen Bremsscheibe und Bremssattel. Man muss deutlich erkennen, dass noch Belagmaterial auf der Trägerplatte vorhanden ist. Die Beläge dürfen nicht bis auf das Metall abgenutzt sein.
Punkt 5: Die Bremsscheibe
Wir prüfen die Scheibe optisch auf:
– Riefenbildung: Die Oberfläche sollte glatt sein.
– Sauberkeit: Die Scheibe muss absolut fett- und ölfrei sein.
– Zustand: Keine Risse oder bläuliche Verfärbungen (Hinweis auf Überhitzung).
– Riefenbildung: Die Oberfläche sollte glatt sein.
– Sauberkeit: Die Scheibe muss absolut fett- und ölfrei sein.
– Zustand: Keine Risse oder bläuliche Verfärbungen (Hinweis auf Überhitzung).
Lenkkopflager & Lenkspiel
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Frage: Wie würden Sie das Lenkkopflager überprüfen?
Voraussetzung: Um das Lenkkopflager (Spiel oder Rastpunkte) korrekt zu prüfen, müsste das Vorderrad vollständig entlastet sein (frei schweben).
Besonderheit bei unseren Maschinen: Unsere Motorräder (Klasse A) haben keinen Hauptständer.
Die Antwort für den Prüfer: „Da dieses Fahrzeug keinen Hauptständer besitzt, kann ich das Lager hier im Stand nicht sicher prüfen. Normalerweise würde man das entlastete Vorderrad vor- und zurückbewegen (Spielprüfung) und den Lenker langsam von Anschlag zu Anschlag drehen, um auf Rastpunkte zu prüfen.“
Besonderheit bei unseren Maschinen: Unsere Motorräder (Klasse A) haben keinen Hauptständer.
Die Antwort für den Prüfer: „Da dieses Fahrzeug keinen Hauptständer besitzt, kann ich das Lager hier im Stand nicht sicher prüfen. Normalerweise würde man das entlastete Vorderrad vor- und zurückbewegen (Spielprüfung) und den Lenker langsam von Anschlag zu Anschlag drehen, um auf Rastpunkte zu prüfen.“
Frage: Was können Sie ohne Hauptständer dennoch prüfen?
Wir können die Leichtgängigkeit im Stand prüfen: Den Lenker bei langsamem Rollen oder im Stand (leicht entlastet) von links nach rechts bewegen. Er darf nicht schwergängig sein oder klemmen. Zudem achten wir auf die Kabel und Leitungen – diese dürfen beim Lenken nicht spannen oder eingeklemmt werden.
Wichtige Prüfpunkte (Roller/Moped)
+
Frage: Was ist die Besonderheit bei der Profiltiefe der Klasse AM?
Im Gegensatz zum Motorrad (1,6 mm) liegt die gesetzliche Mindestprofiltiefe bei Kleinkrafträdern (Mopeds/Roller) bei nur 1,0 mm.
Trotzdem gilt: Wir prüfen den Reifen auf Risse, Fremdkörper und den korrekten Luftdruck (Sichtprüfung), da ein platter Reifen beim Roller sofort zur Instabilität führt.
Trotzdem gilt: Wir prüfen den Reifen auf Risse, Fremdkörper und den korrekten Luftdruck (Sichtprüfung), da ein platter Reifen beim Roller sofort zur Instabilität führt.
Frage: Wie prüfen Sie die Beleuchtung am Roller?
Da beim Roller das Licht oft erst bei laufendem Motor funktioniert:
– Vorne: Scheinwerfer (Abblendlicht/Fernlicht) prüfen.
– Hinten: Rücklicht, Kennzeichenleuchte und der Reflektor.
– Bremslicht: Auch hier beide Hebel (links und rechts am Lenker) einzeln ziehen und prüfen.
– Blinker: Funktion links und rechts inkl. Kontrolleuchten im Cockpit.
– Vorne: Scheinwerfer (Abblendlicht/Fernlicht) prüfen.
– Hinten: Rücklicht, Kennzeichenleuchte und der Reflektor.
– Bremslicht: Auch hier beide Hebel (links und rechts am Lenker) einzeln ziehen und prüfen.
– Blinker: Funktion links und rechts inkl. Kontrolleuchten im Cockpit.
Frage: Was kontrollieren Sie bei Bremsen und Flüssigkeiten?
– Bremsprobe: Da viele Teile verkleidet sind, machen wir eine Rollprobe im Stehen. Beide Hebel ziehen – es muss ein fester Widerstand (Druckpunkt) spürbar sein.
– Öl/Kühlwasser: Bei unseren Rollern sind diese Bauteile meist vollverkleidet und für den Fahrer im Rahmen der Abfahrtkontrolle nicht direkt zugänglich. Hier achten wir nur auf Undichtigkeiten (Ölflecken unter dem Fahrzeug).
– Öl/Kühlwasser: Bei unseren Rollern sind diese Bauteile meist vollverkleidet und für den Fahrer im Rahmen der Abfahrtkontrolle nicht direkt zugänglich. Hier achten wir nur auf Undichtigkeiten (Ölflecken unter dem Fahrzeug).
Ankuppeln (Die richtige Reihenfolge)
+
Schritt-für-Schritt Ablauf:
1. Heranfahren: Das Zugfahrzeug rückwärts an den Anhänger heranfahren (Einweiser beachten).
2. Sicherung: Zugfahrzeug sichern (Motor aus, Handbremse ziehen).
3. Kuppeln: Deichsel über die Kugelkupplung absenken, bis diese hörbar einrastet. Sicherungskontrolle: Sichtprüfung (grüner Bereich/Anzeige) und kurzes Anheben am Stützrad („Anhebeprobe“).
4. Abreißseil: Das Abreißseil über die Anhängerkupplung legen und (wenn vorhanden) in die Öse einhaken.
5. Elektrik: Den Stecker für die Beleuchtung einstecken und verriegeln.
6. Stützrad: Stützrad ganz hochkurbeln und festklemmen (auf Freigängigkeit prüfen).
7. Unterlegkeile: Die Keile entfernen und am Anhänger verstauen.
8. Feststellbremse: Die Bremse am Anhänger lösen.
9. Abfahrkontrolle: Beleuchtung am Anhänger prüfen (lassen).
2. Sicherung: Zugfahrzeug sichern (Motor aus, Handbremse ziehen).
3. Kuppeln: Deichsel über die Kugelkupplung absenken, bis diese hörbar einrastet. Sicherungskontrolle: Sichtprüfung (grüner Bereich/Anzeige) und kurzes Anheben am Stützrad („Anhebeprobe“).
4. Abreißseil: Das Abreißseil über die Anhängerkupplung legen und (wenn vorhanden) in die Öse einhaken.
5. Elektrik: Den Stecker für die Beleuchtung einstecken und verriegeln.
6. Stützrad: Stützrad ganz hochkurbeln und festklemmen (auf Freigängigkeit prüfen).
7. Unterlegkeile: Die Keile entfernen und am Anhänger verstauen.
8. Feststellbremse: Die Bremse am Anhänger lösen.
9. Abfahrkontrolle: Beleuchtung am Anhänger prüfen (lassen).
Abkuppeln (Die richtige Reihenfolge)
+
Schritt-für-Schritt Ablauf:
1. Sicherung Fahrzeug: Zugfahrzeug sichern (Handbremse).
2. Sicherung Anhänger: Feststellbremse am Anhänger ziehen.
3. Unterlegkeile: Keile unterlegen (gegen Wegrollen sichern).
4. Stützrad: Stützrad lösen, herunterfahren und festklemmen.
5. Elektrik & Seil: Elektrostecker ziehen und sicher verstauen; Abreißseil abnehmen.
6. Entriegeln: Kupplung öffnen und Deichsel mittels Stützrad hochkurbeln, bis die Kugelkupplung frei ist.
7. Abfahren: Zugfahrzeug ein Stück vorfahren.
2. Sicherung Anhänger: Feststellbremse am Anhänger ziehen.
3. Unterlegkeile: Keile unterlegen (gegen Wegrollen sichern).
4. Stützrad: Stützrad lösen, herunterfahren und festklemmen.
5. Elektrik & Seil: Elektrostecker ziehen und sicher verstauen; Abreißseil abnehmen.
6. Entriegeln: Kupplung öffnen und Deichsel mittels Stützrad hochkurbeln, bis die Kugelkupplung frei ist.
7. Abfahren: Zugfahrzeug ein Stück vorfahren.
Grundfahraufgabe: Rückwärts links
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Ablauf: Rückwärts um eine Ecke nach links
Ziel: Den Zug rückwärts um eine Kurve steuern und parallel zum Bordstein/Fahrbahnrand zum Stehen kommen.
– Vorbereitung: Fahrzeug parallel am Rand aufstellen, weit genug vor der Einmündung.
– Beobachtung: Ständige Rundumbeobachtung, besonders auf den ausschwenkenden Vorderwagen des Autos achten.
– Korrektur: Es sind Korrekturzüge erlaubt. Der Zug darf am Ende nicht geknickt stehen.
– Sicherheit: Wenn der Prüfer oder Einweiser aus dem Sichtfeld verschwindet: Sofort anhalten!
– Vorbereitung: Fahrzeug parallel am Rand aufstellen, weit genug vor der Einmündung.
– Beobachtung: Ständige Rundumbeobachtung, besonders auf den ausschwenkenden Vorderwagen des Autos achten.
– Korrektur: Es sind Korrekturzüge erlaubt. Der Zug darf am Ende nicht geknickt stehen.
– Sicherheit: Wenn der Prüfer oder Einweiser aus dem Sichtfeld verschwindet: Sofort anhalten!
